Spiritual Recycling

Thema 01/2009

Gerade beim Jahreswechsel denken die Menschen gerne über den Lauf der Zeit nach, die ja nach der Vaishnava-Philosophie als Repräsentation Gottes angesehen wird:

Die Höchste Persönlichkeit Gottes sprach: Zeit bin Ich, die große Zerstörerin der Welten ... (Bhagavad-gita 11.32)

Im Lauf der Zeit vergehen alle materiellen Errungenschaften, Königreiche, die Schöpfung. Alle materiellen Manifestationen sind zeitweilig. Wir erleben zum Beispiel seit einigen Jahren bereits die Endphase des globalen Turbo-Kapitalismus; für diejenigen, die an die Segnungen dieses Systems geglaubt haben, sicher nicht einfach zu nehmen. Andere freuen sich drüber:

Des einen Glück, des anderen Leid

Die materiellen Kreisläufe folgen diesem dualistischen Muster. Einmal ist man König, dann wieder Bettler.

Aug um Aug, Zahn um Zahn

Ist man in diesem Leben der Täter, mag man im nächsten das Opfer sein.

Wie kommen die Lebewesen, die in Sanskrit als vibhinamsas bezeichnet werden (als kleine spirituelle Funken), aus diesen Kreisläufen heraus?

Es geht nur durch Reform! Dazu gehören insbesondere die Einsicht in die Aussichtslosigkeit des materiellen Daseins, Reue über die eigene egozentrische Haltung und das Aufnehmen einer spirituellen Praxis der Rückverbindung mit Gott (Religion). Dieser Recycling-Vorgang ist die einzige Alternative zum Dahinvegetieren im Schosse der Illusion. Die Tatsachen von Geburt, Alter, Krankheit und Tod liegen offen zutage. Buddha erschrak ob dieser Umstände als er seinen Palast einmal verließ und kehrte nicht mehr in die Illusion zurück. Wir sollten seinem Beispiel folgen und mit all unserer Kraft ein krishnabewusstes Leben anstreben. Gott sei Dank gibt es dafür ganz praktische Anleitungen. Es ist nicht nebulös oder unklar. Wir verdanken insbesondere His Divine Grace A.C. Bhaktivedanta Swami Prabhupada eine kompromisslose Darstellung unserer Situation und die Wegbeschreibung zu einem erfüllten Leben mit Shri Krishna.

Mögen wir im Jahr 2009 ernsthafter als zuvor diese Lehren nutzen für unser Wohl und das Wohl aller anderen Lebewesen.

Euer Diener
Parivadi das