Thema Woche 18

Gibts was Neues?

Im Oktober 2007 entschied das Europäische Parlament, dass in europäischen Schulen alle Weltanschauungen, die der Evolutionstheorie entgegen stehen, nur noch im Religionsunterricht präsentiert werden dürfen. Damit zementiert der europäische Überstaat einen Glauben, den Glauben an die Evolutionstheorie, als einzig lehrwürdige Version der Entstehung der Artenvielfalt, obwohl die Evolution experimentell nicht bewiesen werden kann.

Die Evolutionstheorie besagt in etwa, aus unorganisiertem Chaos entstehe neues, neue Formen, nie dagewesenes. Der Mensch sei die Krone der Schöpfung, entstanden durch einen Prozess unpersönlicher chemisch-physikalischer Wechselwirkungen; ein Produkt des Glücks (oder Pechs), ein biophysischer Roboter, den niemand geplant hat. Er ist einfach irgendwie entstanden. Das müssen die Kinder heute als Wissenschaft anerkennen; schlimme Zustände!!! Zum Glück gibt es die Veden, die hier eine andere Version präsentieren:

Es gab schon immer alles irgendwo zu irgend einer Zeit. In diesem Sinn ist Friedrich Nietzsche, der viel geachtete Philosoph, mit seiner Idee der ständigen Wiederkehr desselben ganz nahe an die vedische Version gekommen. Auch sagte er ja, dass wenn es einen Gott gäbe, dieser Flöte spielen und tanzen müsste, was uns natürlich an Shri Krishna erinnert. Ja, in der spirituellen Welt, wo Shri Krishna ewiglich mit den ewig befreiten Lebewesen existiert, ist alles bereits vorhanden. Dort gibt es keine Notwendigkeit für Technologien. Es gibt dort bereits die wendigsten Flugzeuge, Paläste, Seen, Häuser, Schlösser und mystische Informationsmöglichkeiten der feinsten Art, alles wovon man nur träumen kann in makelloser Vollkommenheit. Auf den materiellen Existenzebenen findet man diese Dinge je nach Reinheit der Ebene mehr oder weniger schwach ausgeprägt vor. Die verblendeten Lebewesen sind so stolz auf ihre Errungenschaften und denken, diese seien etwas Neues. Doch es stimmt nicht. Das alles ist in viel vollkommener Weise bereits vorhanden. Immanuel Kant sprach von der Welt der Ideen und kommt damit auch in die Nähe der vedischen Präsentation. Es stimmt, dass alles was gedacht werden kann, bereits vorhanden ist.

Selbst materielle Perversionen hat es in der ein oder anderen Form schon immer irgendwo gegeben, auf dem ein oder anderen Planeten der unzähligen Universen. So wird in einem Purana berichtet, dass Buddha einmal erschienen ist, um Menschen, die angefangen hatten, Raketen ins All zu schießen, davon abzuhalten. Im jetzigen Zeitalter erschien Buddha, um die Grausamkeiten gegen Tiere einzudämmen. In der ewigen Welt von Goloka und Vaikuntha findet man solche unsäglichen Dinge zum Glück nicht. Dort gibt es nur ursprünglich reine Manifestationen, die die göttliche Harmonie unterstützen. Auf diese Weise ist auch verständlich, dass Gott, Seine Umgebung und die Geweihten Formen haben. Denn nur, was Form hat, kann interagieren. Die Sinne einer Person beispielsweise wären ohne Form nicht funktionsfähig. Das Ohr ist wie ein Trichter, welches Schwingungen auffängt, die Augen funktionieren, indem sie ebenfalls Schwingungen, die elektromagnetischen Lichtstrahlen, in geeigneter Weise eindringen lassen usw. Arme und Beine haben ihren Sinn, denn durch diese Extremitäten können bestimmte sinnliche Handlungen ausgeführt werden. Das Original dieser Manifestationen in der spirituellen Welt ist ähnlich, nur viel feiner und vollkommener. Das ist die vedische Sichtweise. Unser siebtklassiger Lebensstandard z. B. auf dieser Erde ist nur wie ein Schatten der spirituellen Welt.

Die vedischen Schriften berichten in einigen Passagen von der Beschaffenheit der spirituellen Welt. Hier ein kleiner Auszug aus der Brahma Samhita, einem der wichtigsten Grundlagen des Gaudiya-Vaishnavismus, zu dem die Hare-Krishna-Bewegung zählt:

"Ich verehre Govinda, den urersten Herrn, den ersten Schöpfer, der die Kühe hütet, der alle Wünsche erfüllt, in Reichen, die aus spirituellen Edelsteinen erbaut sind, umgeben von Millionen von Wunschbäumen, dem immer mit großer Achtung und Zuneigung Hunderte und Tausende von lakshmis (Glücksgöttinen) und gopis (Kuhhirtenmädchen) dienen." (Brahma-samhita, 5.29)

Hier eine weitere Beschreibung des spirituellen Reiches aus dem Shrimad Bhagavatam:

"Auf den Vaikuntha-Planeten weilt die Höchste Persönlichkeit Gottes, die die ursprüngliche Person ist und die durch die vedische Literatur verstanden werden kann. Der Herr ist von der unverunreinigten Erscheinungsweise der Tugend erfüllt, die keinen Raum für Leidenschaft oder Unwissenheit lässt. Er sorgt für den religiösen Fortschritt der Gottgeweihten. Auf den Vaikuntha-Planeten gibt es viele Wälder, die sehr glückspendend sind. In diesen Wäldern sind die Bäume Wunschbäume, und in allen Jahreszeiten sind sie mit Blüten und Früchten beladen, denn alles auf den Vaikuntha-Planeten ist spirituell und persönlich. Auf den Vaikuntha-Planeten fliegen die Bewohner in ihren Flugzeugen in Begleitung ihrer Gemahlinnen und Gefährtinnen und besingen ewig den Charakter und die Tätigkeiten des Herrn, die immer frei sind von allen unheilvollen Eigenschaften. Während sie die Herrlichkeiten des Herrn besingen, verspotten sie sogar die Gegenwart der madhavi-Blumen, die duftend und mit Honig beladen sind. Wenn der König der Bienen in einer hohen Tonlage summt, während er die Herrlichkeiten des Herrn besingt, ersterben verübergehend die Stimmen der Taube, des Kuckucks, des Kranichs, des cakravarka, des Schwans, des Papageis, des Rebhuhns und des Pfaus. Solch transzendentale Vögel stellen ihren eigenen Gesang ein, nur um die Herrlichkeit des Herrn zu hören. ... Die Bewohner von Vaikuntha reisen in ihren Flugzeugen aus Lapislazuli, Smaragden und Gold. ... Die Damen auf den Vaikuntha-Planeten sind so schön wie die Glücksgöttin selbst. ... Die Glücksgöttinnen verehren den Herrn in ihren Gärten, indem sie auf den mit Korallen ausgelegten Ufern der transzendentalen Gewässer tulasi-Blätter opfern. Während sie dem Herrn Verehrung darbringen, können sie auf dem Wasser die Spiegelung ihrer schönen Gesichter mit ebenmäßigen Nasen sehen, und es scheint, dass sie noch schöner geworden sind, weil der Herr ihre Gesichter geküsst hat." (Shrimad Bhagavatam, Canto 3, Kapitel 15 auszugsweise)

In der spirituellen Welt müssen also keine Computer "erfunden" werden oder ähnliche künstliche Dinge, denn Shri Krishna sitzt nicht den ganzen Tag am Laptop. Er leitet die Welt durch Seine unbegreiflichen mystischen Kräfte. Im übrigen - wie bereits ausgeführt - werden solche Sachen nie erfunden sondern gefunden. Sie sind bereits als Idee vorhanden. Die göttliche Vorsehung wählt ein Lebewesen aus, das als Erfinder solche Sachen präsentieren darf, und dies geschieht immer und immer wieder an verschiedenen Orten der Universen. Es gibt nicht wirklich etwas Neues. Das einzige, was wirklich immer neu ist, ist spirituelle Freude, die im Austausch mit Gott erfahren wird. Sie ist immer frisch und jugendlich. Das Chanten der heiligen Namen hat das Potential, diese Dinge wirklich zu offenbaren:

Hare Krishna Hare Krishna
Krishna Krishna
Hare Hare
Hare Rama Hare Rama
Rama Rama Hare Hare

Shrila Bhaktivinoda Thakur, der Pionier der Hare-Krishna-Bewegung im 19. und angehenden 20. Jahrhundert, führt unter anderem aus (zitiert aus dem Buch "Der Nektarozean des Heiligen Namens von Sacinandana Swami"):

"Es gibt kein Wissen, das so rein wie der Heilige Name, und es gibt kein Gelübde, das so mächtig ist wie der heilige Name. Es gibt keine Meditation, die so wirkungsvoll ist wie der heilige Name, und es gibt nichts zu erreichen, das besser wäre als das, was man durch den Heiligen Namen erhält. ..."

Auch aus der christlichen Tradition kennen wir das Hauptgebet, das mit der Formulierung "Vater unser, geheiligt werde Dein Name ..." beginnt. Die Wahrheit kommt hin und wieder an verschiedensten Stellen zum Vorschein, zum Wohle aller Lebewesen.

Materieller Genuss wird von den Weisen hingegen als "Das Kauen des bereits Gekauten" bezeichnet, also eben nichts wirklich neues.

Euer Diener
Parivadi das