Menschliches, allzu Menschliches

Thema 24/2014

In unserem letzten Beitrag 23/2014 haben wir schon gesehen, dass wir in diesen verrückten Zeiten wieder mehr und mehr mit unserem Menschsein konfrontiert werden, mit unseren Schwächen und Bedingtheiten. Der deutsche Philosoph Friedrich Nietzsche suchte sein Leben lang einen Weg, den Übermenschen zu manifestieren. Es ist halt menschlich, zu irren, sich im Labyrinth des materiellen Daseins zu verlaufen und auch zu versagen. Nietzsche scheiterte letztlich an seinen eigenen Schwächen, insbesondere an seiner körperlichen Bedingtheit, und wird besonders von denjenigen kritisiert, die ihn als Beispiel eines gescheiterten Besserwissers hinstellen wollen. Vaishnavas hingegen erkennen ihn in seiner Sehnsucht nach der Transzendierung des weltlichen Daseins an. So sprach der ISKCON-Gründer anerkennend über Friedrich Nietzsche und sagte, es habe Nietzsche einfach nur das transzendentale Handwerkszeug gefehlt, sonst wäre er erfolgreich gewesen.

Spirituelle Krieger benötigen eine fundierte Anleitung, persönliche Führung und Gemeinschaft mit Gleichgesinnten. Dann erreichen sie die Sphären jenseits des Menschlichen. Bhakti-Yogis streben hin zu den Welten, in denen Gott persönlich weilt und mit Seinen Geweihten tanzt und andere ekstatische Abenteuer gestaltet.

Friedrich Nietzsche sagte denn auch einmal:

"Wenn es einen Gott geben sollte, dann müsste dieser tanzen und Flöte spielen"

Wie nahe doch ernsthafte Menschen der Transzendenz kommen können, wenn sie auch noch nicht direkt von den Vaishnavas selbst angeleitet werden?

Machen wir unserem geehrten Nietzsche alle Ehre und betätigen wir uns mit Inbrunst im Vaishnava-Tantra, um dereinst ekstatisch in der Transzendenz leben zu können. Vielleicht ist Nietzsche ja schon dort angekommen? Man kann das nie so genau wissen und sollte jedem wohl gesonnen sein und das größte Glück gönnen!

Im spirituellen Leben gibt es keine Verlierer. Jeder, der ernsthaft an sich arbeitet, ist der Beste!!!

Ihr Mitstreiter

Parivadi das