Thema Woche 25

Democrazy - Europawahlen

44 % Wahlbeteiligung bei den Europawahlen, 43 % in Deutschland. Klarer können die Menschen ihr Desinteresse kaum mehr zum Ausdruck bringen. Dennoch erlaubt es das Wahlsystem den Parteien, sich die Nichtwähler-Voten in gewohnter Manier bei der Sitzverteilung einzuverleiben. Besser wäre es, wenn man 66 % der Sitze mit Pappkameraden ausstatten würde; Aufschrift: Stimmenthaltung. Das wäre schon ehrlicher.

Ganz klar ist für den Otto-Normal-Verbraucher, dass die da oben machen, was sie wollen. Seit 1998 regieren in Deutschland "Sozialdemokraten" und betreiben Sozialabbau im großen Stil; ein Etikettenschwindel, der nicht mehr überbietbar erscheint. Der Bundeskanzler lässt sich nicht beirren - klar: was schert uns der Unmut des Volkes?

Hier zeigt sich klar, dass Begriffe wie Demokratie oder andere Erfindungen am Wesen der Welt nichts verändern können. Was geschehen muss, das geschieht. Das Gesetz des Karma lässt sich durch noch so ausgeklügelte Systeme nicht ändern. Wir erhalten genau das Resultat, welches wir verdienen, ob wir nun wählen gehen oder nicht.

Wir sollten uns darum durch diese äußeren Ereignisse nicht allzu sehr stören lassen und uns um einen Bewusstseinswandel bemühen. Die Veränderungen unserer inneren Welten haben wesentlich mehr Einfluss auf die Umwelt als Kreuze auf Wahlzetteln. So kennen wir beispielsweise aus der Bibel die Geschichte, wo Gott fragt, ob es nicht doch wenigstens einen Gerechten in den Städten Sodom und Gomorrha gäbe. Ein Gerechter hätte das Schlimmste verhindern können. Jeder von uns trägt Verantwortung für das Wohlergehen der anderen. Es geht dabei eben nicht um Wahlsysteme, Organisationsformen etc. sondern hauptsächlich um innere Werte, die in der maßgeblichen Yoga-Schrift Bhagavad-gita so klar herausgestellt werden:

"Die Höchste Persönlichkeit Gottes sprach: Furchtlosigkeit, Läuterung des Daseins, Kultivierung spirituellen Wissens, Mildtätigkeit, Selbstbeherrschung, Darbringung von Opfern, Studium der Veden, Bußen, Einfachheit, Gewaltlosigkeit, Wahrhaftigkeit, Freisein von Zorn, Entsagung, Ausgeglichenheit, Abneigung gegen Fehlerfinden, Mitleid mit allen Lebewesen, Freisein von Habsucht, Freundlichkeit, Bescheidenheit, feste Entschlossenheit, Stärke, Nachsicht, Standhaftigkeit, Sauberkeit und das Freisein von Neid und dem leidenschaftlichen Verlangen nach Ehre - diese transzendentalen Eigenschaften, o Nachkomme Bharatas, zeichnen heilige Menschen aus, die von göttlicher Natur sind."

Gerade auch Politikern, die maßgeblichen Einfluss auszuüben glauben, sei angeraten, ihren Bewusstseinszustand nicht zu vernachlässigen. Unser Bewusstsein ist das höchste Gut, was wir haben. Wenn es abgleitet, dann gehen wir in dieselbe Richtung, früher oder später, nach dem Plan des Höchsten. Die Einflussreichen tragen eine noch größere Verantwortung und daher sollten sie umsichtig (am besten krishna-bewusst) mit der ihnen von Gott verliehenen Macht umgehen.

Ihr Diener

Parivadi das