Thema Woche 50

DIE WELTORDNUNG UND DER ADEL

Viel ist in diesen Jahren die Rede von einer neuen Weltordnung, von der Elite, von Illuminaten, von Plänen der Mächtigen, die Welt einheitlich zu regieren.

Wie so oft lassen wir uns von maya (der täuschenden Energie Shri Krishnas) in ein Lager der Befürworter oder aber der Globalisierungsgegner drängen. Wir möchten Stellung beziehen, unsere ach so wichtige Meinung zum besten geben, ein Internetportal starten oder ähnliches, vor der Katastrophe warnen oder einfach nur Sensationelles präsentieren. Wenn es dem Esel zu wohl wird, geht er aufs Glatteis!

Dabei verläuft das Kali-Yuga planmäßig; business as usual! Die Welt dreht sich um Geld, was in dem song "money" von Pink Floyd aus den 70er Jahren so schön zum Ausdruck kommt. Es ist darüber hinaus doch logisch, dass intelligente Materialisten die weniger intelligenten als Werkzeuge benutzen; Wie sollte es anders sein? Die Welt ist so eingerichtet - eine Hierarchie der Gewalt, die sich über die irdischen Dimensionen hinaus durch den gesamten Kosmos erstreckt -, und daran können wir durch einen Zwergenaufstand nichts ändern. Auch die Überstülpung von Begriffen wie "Demokratie" oder "Freiheit" über ein soziales System können nichts am Wesen des materiellen Daseins ändern. Das animalistische Prinzip des Rechtes des Stärkeren kommt umso mehr zum Tragen als spirituelle Intelligenz verloren geht. Die großen Tiere beherrschen die kleinen; von Gleichheit kann hier keine Rede sein! Lust, Gier, Zorn, Illusion, Verrücktheit und Neid, die beherrschenden Prinzipien der von Gott abgewandten Existenz, lassen keinen Spielraum. Sie reißen spirituell schwache Lebewesen mit, ob sie es wollen oder nicht:

"Arjuna sagte: O Nachkomme Vrishnis, wodurch wird man getrieben, sündig zu handeln - sogar wider Willen, wie unter Zwang? Shri Krishna sprach: Es ist Lust allein, Arjuna, die aus der Berührung mit der materiellen Erscheinungsweise der Leidenschaft geboren wird und sich später in Zorn umwandelt. Sie ist der alles verschlingende, sündige Feind dieser Welt. Wie Feuer von Rauch, ein Spiegel von Staub und ein Embryo vom Mutterleib bedeckt ist, so wird das Lebewesen von verschiedenen Graden dieser Lust bedeckt. So wird das reine Bewusstsein des weisen Lebewesens von seiner ewigen Feindin in der Form von Lust bedeckt, die niemals befriedigt werden kann und die wie Feuer brennt. Die Sinne, der Geist und die Intelligenz sind die Wohnstätten der Lust. Durch sie bedeckt die Lust das wirkliche Wissen des Lebewesens und verwirrt es." (Bhagavad-gita 3.36 bis 3.40)

Nur spirituelle Kräfte, ausgehend von Shri Krishna, können das Treiben in der materiellen Welt abkühlen:

"Der spirituelle Meister empfängt den Segen aus dem Meer der Barmherzigkeit. So wie eine Wolke auf einen Waldbrand Wasser niedergehen lässt, um ihn zu löschen, so befreit der spirituelle Meister die unter der Materie leidende Welt, indem er das lodernde Feuer des materiellen Daseins löscht. Ich erweise den Lotosfüßen eines solchen spirituellen Meisters, der ein Ozean glückbringender Eigenschaften ist, meine achtungsvollen Ehrerbietungen." (erste Strophe des Liedes Shri Shri Gurv-astaka)

Wir können diese spirituellen Aktivitäten des reinen Geweihten Shri Krishnas unterstützen, indem wir uns selbst und unsere Umgebung spiritualisieren. Essenziell ist es hierbei, sich regelmäßig in den Klang zu vertiefen, der vom Gesandten Shri Krishnas ausgeht, um Vertrauen in die spirituelle Realität unserer ewigen Existenz als Bestandteile und Diener Shri Krishnas zu gewinnen.

Die grundlegende Wahl besteht also darin, sich mit dem materiellen Existenzkampf oder eben mit spiritueller Geborgenheit zu identifizieren.