Die Lehre


Philosophische
Grundlagen

Die Hare-Krishna-Bewegung vermittelt und kultiviert zeitloses Wissen, das ausgehend von Shri Krishna über den Weltenschöpfer Brahma und andere herausragende Lehrer zu uns herabgereicht wird. Von der Religionswissenschaft wird der Anhänger dieser Tradition als Vaishnava und die Tradition selbst als Vaishnavismus bezeichnet.

Shri Krishna
Shri KrishnaSein Name bedeutet "der Allanziehende". Ein anderer Name ist Rama, "die Quelle aller Freude". Er ist Brahman, strahlend wie das Licht der Sonne, Er ist Paramatma, die Überseele, und Er ist Bhagavan, die Höchste Persönlichkeit Gottes.

Vielfalt in der Einheit
Shri KalkiShri Krishnas Erweiterungen sind so vielgestaltig und zahlreich wie die Wellen des Ozeans.   

Vaishnava-Acaryas
Die großen vorbildlichen Lehrer (Acaryas) der Hare-Krishna-Tradition werden hier vorgestellt.

Verehrung
Gebete, Lieder, Hymnen und andere Einblicke in den Gottesdienst.

Pilgerorte
Beschreibung wichtiger Pilgerorte der Vaishnavas.

Literatur
Ein Überblick über die wichtigsten schriftlichen Grundlagen der Hare-Krishna-Bewegung.

Glossar
Für das bessere Verständnis der in den vedischen Schriften gebräuchlichen Sanskrit- Begriffe haben wir hier ein Glossar mit Übersetzungen und Erklärungen zusammengestellt.
 

Shri Chaitanya | Shri Nityananda | Shri Shikshastakam

Gebet an Shri Chaitanya

vom Verfasser des Shri Chaitanya-charitamrta
Krishnadas Kaviraja Gosvami (1507 bis 1615)




"Ich erweise meine Ehrerbietungen Shri Chaitanya Mahaprabhu, durch Dessen Barmherzigkeit sogar ein unwissendes Kind das Meer schlüssiger Wahrheit überqueren kann, das angefüllt ist mit den Krokodilen verschiedener Theorien. O mein barmherziger Shri Chaitanya, möge das nektargleiche Ganga- Wasser Deiner transzendentalen Taten und Spiele auf der Oberfläche meiner wüstengleichen Zunge fließen. Die Lotosblüten des Gesanges, des Tanzes und des lauten Chantens von Krishnas Heiligem Namen verschönern diese Gewässer, die die Freudenreiche reiner Gottgeweihter sind. Diese Gottgeweihten werden mit Schwänen, Enten und Bienen verglichen. Das Strömen des Flusses erzeugt einen melodischen Klang, der ihre Ohren erfreut."
 


Kommentar von Shrila Prabhupada zu diesem Gebet:

nsere Zungen sind beschäftigt, nutzlose Klänge zu erzeugen, die uns nicht helfen, transzendentalen Frieden zu erlangen. Die Zunge wird mit einer Wüste verglichen, weil eine Wüste ständig frisches Wasser braucht, um fruchtbar und ertragreich zu sein. Shri ChaitanyaWasser ist die Substanz, die in der Wüste am meisten benötigt wird. Die flüchtige Freude, die man aus weltlichen Inhalten der Kunst, Kultur, Politik, Soziologie, trockenen Philosophien, Dichtung und so fort zieht, wird mit nur einem Tropfen Wasser verglichen, denn obwohl solche Inhalte einen qualitativen Grundzug transzendentaler Freude haben, sind sie mit den Erscheinungsweisen der materiellen Natur durchsetzt. Deshalb können sie weder gemeinsam noch einzeln die weitreichenden Bedürfnisse der wüstengleichen Zunge befriedigen. Obwohl sie in verschiedenen Sitzungen schreit, bleibt die wüstengleiche Zunge daher ausgetrocknet. Aus diesem Grund müssen Menschen aus allen Teilen der Welt nach den Geweihten Shri Chaitanya Mahaprabhus rufen, die mit Schwänen verglichen werden, die um die schönen Lotosfüße Shri Chaitanya Mahaprabhus herumschwimmen, oder mit Bienen, die in transzendentaler Freude um Seine Lotosfüße summen und nach Honig suchen. Die Trockenheit materiellen Glücks kann nicht von sogenannten Philosophen benetzt werden, die nach Brahman, Befreiung und ähnlichen trockenen spekulativen Zielen schreien. Der Drang der reinen Seele ist ein anderer. Die Seele kann nur durch die Barmherzigkeit Shri Chaitanya Mahaprabhus und Seiner vielen echten Geweihten Trost finden, die niemals die Lotosfüße des Herrn verlassen, um nachgemachte Mahaprabhus zu werden, sondern die alle an Seinen Lotosfüßen hängen wie Bienen, die niemals eine honigdurchtränkte Lotosblume verlassen.

Shri Chaitanyas Bewegung für Krishna- Bewusstsein ist von Tanzen und Singen über die Spiele Krishnas erfüllt. Sie wird hier mit den reinen Wassern der Ganga verglichen, die voller Lotosblüten stehen. Es sind die reinen Gottgeweihten, die Bienen und Schwänen gleichen, die sich an diesen Lotosblüten erfreuen. Sie chanten wie das Fließen der Ganga, des Flusses im himmlischen Königreich. Der Verfasser begehrt nach solch lieblich glucksenden Wellen, um seine Zunge zu benetzen. Er vergleicht sich demütig mit materialistischen Menschen, die immerzu trockene Gespräche führen, die ihnen keine Befriedigung schenken. Würden sie ihre trockenen Zungen dazu benutzen, den Heiligen Namen des Herrn zu chanten

Hare Krishna Hare Krishna
Krishna Krishna Hare Hare
Hare Rama Hare Rama
Rama Rama Hare Hare

so wie es Shri Chaitanya an Seinem eigenen Beispiel zeigte, würden sie süßen Nektar schmecken und das Leben genießen."


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