"Wer die transzendentale Natur Meines Erscheinens und Meiner Taten kennt, wird nach Verlassen des Körpers nicht wieder in der materielllen Welt geboren, sondern gelangt in Mein ewiges Reich, o Arjuna." (Bhagavad-gita 4.9)
Liebe Leser!
Bitte erlauben Sie eine Frage an die Audienz, bevor der Autor dieses Beitrags loslegt:
Warum gilt dieser Text der Bhagavad-gita aus der Sicht der Gaudiya-Vaishnavas als einer der wichtigsten Schlüssel zum Glück?
Keine Bange, niemand muss sich fürchten oder schämen, wenn er (sie) mit der Frage nichts anfangen kann oder eben nicht weiss, was so besonders an diesem Text sein soll!
Tatsache ist, dass uns dieser Text hinsichtlich unseres gegenwärtigen Lebens große Hoffnung gibt, wenn wir nach einer strukturierten Methode suchen, uns auf unser Ableben vorzubereiten:
1. Shri Krishna spricht hier von Sich als einer konkreten Person, eben der Höchsten Persönlichkeit Gottes. Wer überhaupt an den Höchsten Herrn als die ursprüngliche Höchste Quelle von allem, landläufig ausgedrückt eben an Gott, glaubt, gehört nach den Lehren der Gaudiya-Vaishnavas bereits zum Kreis derer, die eine wichtige Hürde auf dem Weg zurück zu Gott, bewältigt haben.
2. Wer an Gott glaubt sollte sich dafür interessieren, welche Eigenschaften und welchen Charakter Gott hat! Diese 'Neugier' ist natürlich und gleichzeitig sehr glückverheißend für einen Gottgläubigen. Leider aber lassen es die meisten Gläubigen damit bewenden, sich bei Umfragen als Gläubige zu outen. Mehr möchten sie nicht sagen, weil sie immer sehr beschäftigt sind und meinen, das Thema sei Zeitverschwendung; Sie fühlen sich unwohl dabei, sich weiter vorzuwagen. Man (sie) möchte von den Materialisten nicht ausgegrenzt werden. Auf der Hütte beim Skiurlaub bleibt es eben bei oberflächlichem, gesellschaftsbezogenem und politischem Geschwätz. Wer da das Thema GOTT in den Raum stellt verdirbt die illussionierende "gute Stimmung". Und dies ist leider so, obwohl das THEMA GOTT das wichtigste ist, was es zu besprechen gibt!!!
3. Wer also einen oberflächlichen Glauben an Gott nicht zu vertiefen gewillt ist, versäumt es, sein Leben zum transzendentalen Erfolg zu führen.
4. Shri Krishna verspricht den ernsthaft Glaubenden, in Sein ewiges Reich zu gelangen! Wer dieses Versprechen aufgrund des unter Nr. 2 geschilderten Desinteresses in den Wind schlägt, verspielt die Chance, noch in dem aktuellen Leben zurück nach Hause gehen zu können. Wenn wir hingegen ein immer tieferes Verlangen kultivieren, Shri Krishna besser kennen zu lernen, insbesondere über Sein Aussehen, Seine Eigenschaften und Taten von erfahrenen Gottgeweihten zu erfahren, um uns mehr und mehr an die Atmosphäre des ewigen Reiches Shri Krishna's zu gewöhnen und dann mehr und mehr fasziniert zu sein, der beendet das ewige Rad von Geburt und Tod und wird von Shri Krishna schlussendlich willkommen geheißen. Für jemanden, der sich vor dem Höchsten Herrn fürchtet oder der an gottlosem Verhalten festhält kann es natürlich keine "automatische" Rettung oder etwa einen Freifahrtschein nach Hause geben, denn unsere Wünsche bestimmen letztlich unsere Zukunft. Wir werden von Shri Krishna niemals gezwungen, in Seine Gemeinschaft bzw. Sein Reich zu gehen. Shri Krishna gestaltet unsere Zukunft entsprechend unseres Charakters und der damit verbundenen Lebensweise:
Wer beispielsweise abends am liebsten in die Bar geht, um sich zu betrinken; Warum sollte so jemand gezwungen werden, in die Gemeinschaft reiner Charaktere zu gehen? Das funktioniert nicht. Shri Krishna erfüllt unsere Wünsche, Leben für Leben, sofern wir nicht aufgrund krimineller Handlungen gegen unseren Willen in Läuterungssphären versetzt werden. Seichte Spiritualität, die sehr modern ist, die den Menschen das Heil verspricht, ohne die im spirituellen Reich erwünschten Eigenschaften zu benennen, ist Betrug, und leider lieben es viele Menschen, falschen Heilsversprechen zu folgen.
Wir sollten also unsere kurze Lebenszeit nicht mit Nebensächlichkeiten verschwenden, denn in jedem Moment kann unser Ableben eintreten, und der Bewusstseinszustand im Moment des Ablebens zieht uns in unsere nächste Lebensepisode:
"Und jeder, der sich Ende seines Lebens, wenn er den Körper verlässt, an Mich allein erinnert, erreicht sogleich Meine Natur. Darüber besteht kein Zweifel." (Bhagavad-gita 8.6)
Dieser weitere Schlüsselvers der Bhagavad-gita bestätigt unsere vorher geschilderten Zusammenhänge. Die Erläuterungen von HDG AC Bhaktivedanta Swami Prabhupada sollen diesen Beitrag möglichst autorisiert abschließen. Hier also diese Erläuterungen vollständig als Opfer des Autors für die wirklich gute Sache:
"Der Text (8.6) betont die Wichtigkeit des Krishna-Bewusstseins. Jeder, der seinen Körper im Krishna-Bewusstsein verlässt, wird sogleich zur transzendentalen Natur des Höchsten Herrn erhoben. Der Höchste Herr ist der reinste der Reinen, und deshalb ist jeder, der ständig krishna-bewusst ist, ebenfalls der reinste der Reine. Das Wort 'smaran' (sich erinnernd) ist von Bedeutung. Erinnerung an Krishna ist für die unreine Seele , die niemals hingebungsvollen Dienst im Krishna-Bewusstsein praktiziert hat, nicht möglich. Deshalb sollte man schon vom Anfang des Lebens an Krishna-Bewusstsein praktizieren. Wenn man sein Leben erfolgreich beschließen will, ist es unbedingt erforderlich, sich im Vorgang der Erinnerung an Krishna zu üben. Deshalb sollte man ständig und ohne Unterlass den maha-mantra chanten: