Schon wieder Silvester! Was geht?

Thema 52/2025

Alle Jahre wieder ist der Jahreswechsel ein reizvoller Anlass, über das vergangene und kommende Jahr zu reflektieren, Vorsätze zu formulieren, Prognosen auszuarbeiten und ähnliches! Dies ist selbstverständlich und bedarf insoweit nicht der Korrektur oder Fundamentalkritik, wie wir sie hier zuweilen befördern. Darum stimmen wir gerne in den Chor der Zuversicht ein und wünschen Ihnen einen guten Rutsch ins Neue Jahr.

Astrologen unter Ihnen dürften zustimmen, wenn wir Bedenken hinsichtlich des Zeitpunkts des Jahreswechsels ansprechen möchten:

Unser westlicher Jahreswechsel ist rein mathematisch festgelegt worden bzw. hat es sich so ergeben, und fast alle stellen Fragen, wie wir sie in diesem Beitrag ansprechen, nicht!!

Hier nun die Fragen, die sich uns im Lauf der Zeit aufgedrängt haben:

a) Welche astrologischen Gegebenheiten sprechen für den Silvester als Ende des laufenden Jahres?

b) Gibt es alternative Modelle, die einen natürlichen Zyklus für die Festlegung eines Jahresbeginns beinhalten?

zu a: Die Sonne steht am 31. Dezember eines jeden Jahres ziemlich genau im Zentrum des Sternzeichen SCHÜTZE, also dem neunten Sternzeichen. Erst im April wandert die Sonne zum letzten der zwölf Sternzeichen, nämlich den FISCHEN! Somit spricht aus sonnen-astrologischen Erwägungen heraus vieles dafür, den 14. April als Jahresende zu betrachten (Sonne wandert von FISCHEN zum WIDDER) und den 15. April als Jahresbeginn. Am 15. April befinden wir uns meist spürbar im Frühling, wo die Lebensgeister erwachen.

Sowohl astrologisch als auch gefühlt anhand des natürlichen Verlaufs der Jahreszeiten sollte die Mitte des April als Jahreswechsel definiert werden.

zu b: Viele Kulturen haben einen eigenen Jahreswechsel für sich definiert, z. B. die Muslime, die den Mondkalender verwenden, die russisch-orthodoxe Kirche, die jüdische Kultur und viele andere Systeme. Wir verzichten bewusst darauf, all diese Systeme aufzuzählen bzw. zu beschreiben, denn jeder kann die jeweiligen Kalender leicht im internet googeln. Jedoch möchten wir zumindest die Sicht der Gaudiya-Vaishnavas darstellen, die - wie die Muslime . dem Mondkalender folgen:

Das Neue Jahr der Gaudiya Vaishnavas - also der Hare-Krishna-Bewegung - beginnt am Vollmondtag (Purnima) eines jeden März und zwar genau zum Zeitpunkt des Mondaufgangs am östlichen Horizont. Im kommenden Jahr fällt der März-Vollmond auf den 3. März 2026, also diesmal schon relativ früh. Der Neujahrsbeginn der Gaudiya-Vaishnavas bezieht sich auf den Erscheinungstag des Goldenen Avataras, Shri Krishna Chaitanya, im März 1486 AD.

Dessen ungeachtet, was geht denn nun noch am Silvester, der wohl auf die Römer zurückgeht, die um diese Zeit viele Feste, darunter einige recht ausschweifende, feierten. Ja, da lacht das Herz der Hedonisten bei Wein, Weib und Gesang oder Sex, Drugs & Rock'n Roll. Aber irgendwie will einfach nicht mehr die Stimmung aufkommen, die ältere Jahrgänge noch in Erinnerung haben, obwohl immer noch viel Geld im wahrsten Sinne des Wortes verpulvert wird.

Die Angehörigen der Hare-Krishna-Bewegung nutzen dieses Momentum aus, um sich in den größeren Zentren zu treffen und ebenfalls zu feiern und vor allem natürlich die Heiligen Namen Krishnas zu chanten:

Hare Krishna Hare Krishna
Krishna Krishna Hare Hare
Hare Rama Hare Rama
Rama Rama Hare Hare

Also, lassen Sie es Ihnen gut gehen! Hier können Sie mitverfolgen, wie die Hare Krishnas heute feiern!

Ihr Diener

Parivadi dasa